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Weihnachtsmusical (09. 12. 2015)

Maria und Josef
 

Am 9.Dezember 2015 war es wieder soweit, einmal mehr erwartete ein Weihnachtsmusical die Gäste der Regionalen Schule Möllenhagen. Die Erwartungen von Eltern, Großeltern, Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern waren hoch, denn es hat sich wohl inzwischen herumgesprochen, dass man es nicht bereuen wird, an diesem Abend in der Vorweihnachtszeit in unsere Schule zu kommen. Wie immer nutzten viele Besucher die Gelegenheit, bereits etwas zeitiger da zu sein und bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch zu kommen oder kleine Geschenke an verschiedenen Ständen zu erwerben. Um 17 Uhr ging dann die Vorstellung in der wiederum voll besetzten Aula los. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a hatten sich in vielen Wochen vorbereitet, uns die uralte, aber immer wieder aktuelle Weihnachtsgeschichte zu erzählen. Nora und Jasmin als Erzählerinnen führen in die Geschichte ein begleiten das Publikum im weiteren Verlauf.
 
Maria und Josef (Stefanie und Josy) machen sich wie viele andere auf Geheiß des Kaisers auf die beschwerliche Reise in ihre Heimatstadt Bethlehem – als Reisende und Entwurzelte aus allen Himmelsrichtungen kommend, stellt sich ein Chor aus vielen Schülern der 6a vor. Maria findet die Idee des Kaisers gar nicht so toll und schimpft über den Unsinn, den Männer sich so ausdenken würden – toller Sologesang von Stefanie, die eine wunderschöne, liebliche und starke Maria verkörpert. Nachdem Maria und Josef in einer Herberge bei einem geschäftstüchtigen Wirt, witzig und locker dargestellt von Felix, nur noch im Stall untergekommen sind, wird dort das Kind geboren. Die Inszenierung der diesjährigen Aufführung legt jedoch den Schwerpunkt der Geschichte auf das Geschehen nach der Geburt des Jesuskindes. Mit wenigen Handgriffen verwandeln die Schüler die Bühne in den Thronsaal des Herodes. Herodes, exzellent dargestellt von Thure, ein polternder machtbesessener Despot und vielbeschäftigter Herrscher, umgibt sich mit einem unterwürfigen Hofstaat aus Lakaien und Speichelleckern, welche zum Vergnügen des Publikums von Michelle, Tanja, BenjaminG, Patrick, Justin und BenjaminK satirisch überzogen der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Mobiltelefone, Computer, Maschinenpistolen sind an diesem Hof wie selbstverständlich in Gebrauch, so verwundert es auch kaum, dass die drei Damen von der Orientbank mit Mitteln moderner Werbestrategen versuchen, mit Herodes ins Geschäft zu kommen, Johanna, Lara und Hannah setzen die Verhandlungen mit fast tänzerischen Gesten und Gesang gekonnt in Szene. Herodes plagen indessen ganz andere Sorgen, ihm wurde von der Geburt eines Kindes berichtet, das ihm gefährlich werden kann, da in ihm ein neuer König heranwachsen soll. So befiehlt er seinen Soldaten, alle Kleinkinder in Bethlehem zu töten. Mit dem Song „Befehl ist Befehl“ bringen die vier Darsteller Tom, Patrick, BenjaminG und BenjaminK das Publikum zum Nachdenken. Die Suche nach dem Kind gestaltet sich schwerer als gedacht, zumal Zweifel an der Mission aufkommen, einer der Soldaten, Patrick macht nicht mehr mit und gesellt sich zu den Hirten, die mit Maria und ihrem Kind solidarisch sind und sie schützen wollen.

Noch dazu tauchen Engel auf, die mit lieblichem Gesang die Ankunft des Heilands begrüßen; wieder ein starker Auftritt von Michelle, Lara, Hannah, Tanja und Johanna. Das Erscheinen der Engel lässt frierende Obdachlose von besseren Zeiten Träumen. Tom, Patrick, BenjaminG und BenjaminK stellen diese mit Witz und so viel Lebendigkeit dar, dass das Publikum begeistert ist.

Für Maria, Josef und ihr Kind ist die Gefahr noch nicht vorüber. Kaum dass sie ein wenig zur Ruhe gekommen sind, erscheinen die Engel nochmals am Himmel (auf der Ballustrade der Aula) und Mahnen die kleine Familie zur Flucht nach Ägypten. Diesmal ist es Josef, in allen Szenen hervorragend gespielt von Josy, der an der Aussicht, sich auf die Flucht in ein fremdes Land zu begeben, verzweifeln will. So endet die diesjährige Weihnachtsgeschichte mit dem Beginn einer Flucht und beweist damit einmal mehr ihre immer währende Aktualität. Ein besonderes Dankeschön gilt neben den jungen Darstellern (wirklich alle Schülerinnen und Schüler der 6a hatten eine Rolle in diesem Stück) Frau Möller, die da Stück inszenierte und Frau Sagert, der die musikalische Leitung oblag. Unterstützt wurden sie von Herrn Neuendorf, der wie immer für das reibungslose Funktionieren der Technik sorgte, und Beatrice Wolff, die die Darsteller hinter der Bühne betreute.

Die Gäste belohnten die Leistungen der Akteure mit viel Applaus und mir bleibt wie schon so oft nur zu sagen: Danke für einen wunderbaren Abend!



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